Das operative Gruppenergebnis lag mit 11,6 Millionen Franken um 3,6 Millionen Franken oder 23,4 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Ohne die Sonderfaktoren Schenkung an die Stromkonzessionsgemeinden und Pensionskassen-Sanierung würde das bereinigte operative Ergebnis 17,4 Millionen Franken betragen und 2,2 Millionen Franken oder 14,7 Prozent über dem Vorjahr abschneiden.
Gute Wertschriftenerträge wirkten sich positiv auf das Finanzergebnis aus. Mit 14 Mio. Franken übertraf dieses das Vorjahr um 6,8 Mio. Franken und führte, trotz Sonderfaktoren, zum guten Unternehmensergebnis von 21,8 Mio. Franken. Im Geschäftsjahr 2008 betrug dieses 22 Mio. Franken.
Der IBAarau-Verwaltungsrat wird der Generalversammlung vom 19. Mai 2010 eine Dividende von 3,72 Mio. Franken beantragen.
Bedeutende Abgaben an die öffentliche Hand
Die Abgaben ohne Steuern wie Wasserrechtszinsen, Konzessionsabgaben an Gemeinden, kostendeckende Einspeisevergütungen (KEV), CO 2 -Abgabe und Grundwassernutzungsgebühren, sind gegenüber 6,3 Mio. Franken im Vorjahr um 22,2 Prozent auf 7,7 Mio. Franken angewachsen. Diese Steigerung ist vor allem auf die Erhöhung der dezentralen Einspeisevergütung (KEV) zurückzuführen, welche die IBAarau nicht beeinflussen kann.
Die IBAarau produzierte im eigenen Kraftwerk an der Aare insgesamt 100,9 Gigawattstunden Strom, 6,1 Prozent weniger als das zehnjährigen Mittel von 107,5 Gigawattstunden. Verantwortlich war die geplante Abstellung des Kraftwerkes während der Kanalsanierungsarbeiten und die trockenen Sommermonate.
Stromabsatz gesunken
Der Stromabsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Prozent auf 519,0 Gigawattstunden gesunken. Dies ist einerseits auf den relativ milden Herbst zurückzuführen, noch viel stärker wirkte sich andererseits die Wirtschaftskrise aus. Der Energieabsatz im Industrie- und Gewerbesegment ging deutlich zurück.
Obwohl die IBAarau verschiedene Ökostromprodukte anbietet, hat sich die Zahl dieser umweltbewussten Stromkunden gegenüber dem Vorjahr nur gerade um 48 auf 1343 erhöht. Ihr Bezugsvolumen von 12,15 Gigawattstunden steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,08 Gigawattstunden. Trotz intensiver Werbung ist der Ökostromabsatz mit 2,4 Prozent des Gesamtabsatzes noch sehr bescheiden.
Die Strom-Versorgungssicherheit erreichte mit 3,3 Minuten ungeplanter und 1,4 Minuten geplanter Stromunterbruchsdauer ein gutes Niveau. Die IBAarau übertrifft damit die Minimalvorgaben der Elektrizitätskommission (ElCom) weit.
Höhepunkt im Strombereich bildete 2009 die Unterzeichung der Stromkonzessionsverträge mit 20 Gemeinden, für welche die IBAarau bisher die Stromversorgung sicherstellte. Sie kann nun auch die nächsten 25 Jahre das Stromnetz in diesen Gemeinden betreiben.
Weniger Erdgas abgesetzt
Mit 432,6 Gigawattstunden lag die Erdgasbeschaffung um 17,4 Mio. Gigawattstunden oder 3,9 Prozent unter dem Vorjahr, obwohl 80 Neuanlagen an das Erdgasnetz angeschlossen werden konnten. Verantwortlich waren die wärmere Witterung, die schwierigere Wirtschaftslage sowie Energieeinsparungen. Der Erdgaspreis konnte aufgrund tieferer Beschaffungskosten auch für Kleinkunden um 28 Prozent gesenkt werden.
Ende 2006 fuhren rund 3300 Erdgasfahrzeuge auf Schweizer Strassen, Ende 2009 bereits 8653. Heute stehen rund 30 Modelle zur Auswahl. Den umweltfreundlichen Treibstoff liefern mittlerweile 120 Erdgastankstellen, zwei davon im Versorgungsgebiet der IBAarau. Die IBAarau Erdgas AG steigerte 2009 den Absatz an ihren beiden Erdgastankstellen um stolze 21 Prozent.
Wasserpreiserhöhung steht an
Die IBAarau lieferte auch 2009 qualitativ einwandfreies Trinkwasser. Der Wasserabsatz hat durch einen höheren Verbrauch bei den Wiederverkäufern seit langem wieder zugelegt, 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei dürfte es sich um eine Ausnahmeerscheinung handeln. Bei den Detailkunden setzte sich der Trend der stetigen Wasserverbrauchsabnahme mit einem Rückgang von 1,9 Prozent fort. Trotz Kosteneinsparungen wird eine Wasserpreisanpassung, die erste seit 1995, auf Beginn 2011 kaum zu umgehen sein. Dies ist notwendig, damit längerfristig die Kosten für die Leitungserneuerungen gedeckt sind.
Auch Elektrobereich erfolgreich
2009 war für die IBAarau Elektro AG ein intensives und erfolgreiches Jahr. Umsatz und Ertrag konnten nach dem starken Vorjahr nochmals gesteigert werden. Das erzeilte Ergebnis lag deutlich über den Erwartungen. Nicht zuletzt haben eine stabile interne Organisation, die hohe Flexibilität des Personals und die ständige Verbesserung der Prozesse zum sehr guten Abschluss beigetragen. Der konjunkturbedingte markante Rückgang im Industriesegment machten die übrigen Bereiche wett.
All diese Leistungen für die Kundinnen und Kunden in der Stadt und Region Aarau wurden mit 263 Mitarbeitenden erbracht. 2009 beschäftigte die IBAarau auch 43 Lernende in sieben Berufen.

























